Anpassung zugunsten des Erfolgs? – Gestaltungstipps für Online-Shops 2015

Die Anpassung an neue Lebensräume, meistert nicht jedes Tier problemlos. Ein extremes und sehr einfach nachzuvollziehendes Beispiel, stellen hierbei die Polarregionen unserer Erde dar: Pinguine und Eisbären sind an das raue Klime gewöhnt, würde man jedoch Koalabären oder Hauskatzen einführen, darf mit ziemlicher Sicherheit von einem baldigen Ableben der gänzlich unangepassten Tierrassen ausgegangen werden. Was all dies mit modernem E-Commerce zu tun haben soll? Um dies zu beantworten, benötige ich ein weiteres Beispiel.

Diesesmal drehen wir die Gesetzmäßigkeiten allerdings um: Die eingeführten Tierarten haben demnach kein Problem bei der Angleichung und leben sich perfekt im neuen Ökosystem ein. Ziehen wir dabei die im ersten Beispiel bereits angeschnittenen Hauskatzen heran, lohnt es sich die australische Insel Macquarie zu betrachten. Im Jahr 1878 setzen Jäger hier Kaninchen aus, welche durch die dichte Bewälderung ideale Lebensumstände vorfanden.

Das die Eingleiderung ein fataler Fehler war, wurde erst bemerkt, als die sich die Kaninchen durch die allmähliche Abgrasung großer Flächen überdurschnittlich schnell vermehrten und die bereits seit längerer Zeit dort ansässigen Katzen diese als Leibsspeise auserkoren. Erst im 20. Jahrhundert, bemerkte man die fatalen Auswirkungen: Während eine hohe Zahl von Hasen sämtliches Grasland faktisch gerodet hatte, waren die Hauskatzen, nach rückläufigen Hasenquoten durch die von Menschen herbeigeführte Infizierung mit Viren, zu heimischen Vogelarten übergegangen. Zwei Beispiele, in denen Assimilation einseitig ausfiel.

Anpassung im Bereich Shopgestaltung

Übertragen wir die oben angeführten Beispiele auf den Themenkomplex Webdesign, erkennt man im erst genannten(Katzen und Koalabären in Polarregionen) sofort die scheinbar aussichtslose Lage bestimmter Online-Händler: Weder die Katze, noch der Koalabär sind derarte Temperaturschwankungen gewöhnt. Doch was bedeutet das für den eigenen Shop? Ist man nun plötzlich ein überlebensunfähiger Außenseiter, welcher nicht dazu imstande ist seinen Shop lückenlos dem Trend anzugleichen? Die Antwort: Ja und Nein.

Denn wer bereits mit den gängisten Überlebensstrategien im Netz vertraut ist, braucht sich, zumindest bis zu Googles nächstem Geistesblitz, keinerlei Gedanken zu machen. Im Mittelpunkt des aktuellen Google-Updates (voraussichtliche Terminierung: 21. April), steht, zumindest wem man den Aussagen diverser Googlemitarbeiter glauben darf, die mobile Revolution (Fachbegriff: Responsive Design), welche durch tagtäglich erwirtschaftete Rekordumsätze immer relevanter wird. Wer die aktuellen Neuerungen jedoch noch nicht ganz nachvollziehen kann, sollte den folgenden Abschnitt mit äußerster Gründlichkeit lesen.

Das zweite Beispiel

Auch mein zweites Beispiel ist nicht zufällig gewählt. Die hier beschriebenen Verästelungen zwischen den verschiedenen Tierarten, sollen im Kern einen modernen Shop abbilden. Die Masse(im Beispiel das von den Hasen zerfressene Grasland) der zahlreichen Shopbetreiber, kann aufgrund neuer Gegebenheiten( Neue Tierarten) den Erfolg ihres Unternehmens nur erschwert zur Kenntnis nehmen. Innovationen sind also, gerade bei Neueinsteigern in bereits überlaufenden Kategorien (Mode, Elektronikartikel), nicht nur erwünscht, sondern in den meisten Fällen sogar überlebenswichtig. Eine bereits tausendfach gehörte Binsenweisheit? Keineswegs.

Auf das bereits angesprochene Google-Update bezogen, bleiben neben der mobilen Anpassung nämlich noch weitere Aspekte. Hier einmal die mit Abstand wichtigsten:

Die mobile Revolution: Checkliste für kreative Online-Shops

1.) Heranziehung aktueller Trends
Und damit meine ich nicht nur Trends aus der jeweiligen Branche, sondern Trends in den verschiedensten, gesellschaftlichen Kategorien. Vornehmlich der Popkultur: Der im Jahr 2013 sehr populäre Harlem Shake, ist ebenso eine kunstvolle Gestaltungsvariante, wie der immer wiederkehrende Selfiewahn. Eine genaue Anleitung für die Adaptierung aktueller Trends, kann und möchte ich hiermit aber nicht aufstellen. Was für den einen Kunst darstellt, kann für den anderen schon wieder etwas völlig banales sein. Glück und Zufall sind nunmal kaum beeinflussbare Faktoren. Damit muss sich jeder abfinden.

2.) Mobile Angleichung
Ja man kann es nicht oft genug schreiben: Wer bis zum 21. April nicht auf Googles Änderungswünsche eingeht, könnte zum Beginn des neuen Monats eine böse Überraschung erleben. Und zwar in Form eines auffallend starken Rankingabfalls. Um dem entgegenzuwirken, lohnt es sich, je nach Umfang der durchzuführenden Arbeiten eine fachkundige Webdesignagentur zu beauftragen. Dies ist vor allem bei größeren Shops zu empfehlen, da in Anbetracht des nur noch kurzen Zeitfensters schnelles Handeln gefragt ist.

3.) Zielgruppengerecht gestalten
Gerade bei jüngeren Zielgruppen, sollten moderne Kommunikationskanäle immer vorhanden sein. In der immer wichtiger werdenden Supportkategorie, etablieren sich allmählich die neusten Interaktionsmethoden. Kaufabwicklungen über den überarbeiteten facebook-Messenger, sowie die integrierte Kommentarfunktion, sind die Zukunft.

4.) Realistisch denken
Immer wieder werden im SEO-Bereich die gleichen Fragen gestellt: Warum hat sich unser Ranking nicht verbessert? Warum sind keine höheren Umsätze erwirtschaftet worden? Und warum dauert das so lange? Die Antworten auf diese Fragen, wurden, so eine vorsichtige Schätzung von mir, bereits in tausendfacher Ausführung erläutert. Hier jedoch noch einmal eine kurze Zusammenfassung: Wer durch keywordorientierte Contenteinpflegung auf schnelle Gewinne hofft, der muss sich darauf einstellen unweigerlich enttäuscht zu werden, da es sich hierbei wie mit den Katzen und Hasen verhält: Bis sichtbare Veränderungen herbeigeführt werden können, bedarf es vor allem eins: Zeit.